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Ausstellung „100 Chemnitzer Macher“ in der Schönherrfabrik

Ein Ort, an dem viele Macher unterschiedlicher Branchen arbeiten und zusammenkommen, ist die Schönherrfabrik. Dort zieht heute auch die Ausstellung „100 Chemnitzer Macher“ für sechs Wochen ein. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig: „Dass sich die Wirkungsstätte von Louis Schönherr zu seinem 200. Geburtstag so vielseitig und selbstbewusst zeigen kann, ist ein Glück für die vielen Macher, die hier ihren Platz gefunden haben. Wo einst Textilmaschinen ratterten, gibt es heute einen einzigartigen Mix aus Gastronomie, neuem Unternehmertum und Raum für Kreativität.“

Geschäftsführerin der SCHÖNHERR WEBA GmbH und Vorstandsvorsitzende des Schönherr 200 e.V. Birgit Eckert stand im Januar dieses Jahres der Interviewreihe Rede und Antwort und begrüßt die Ausstellung in ihrem Standort: „Wir freuen uns, die Ausstellung ‚100 Chemnitzer Macher‘ in diesem, für uns besonderen, Jahr in der Schönherrfabrik begrüßen zu können. Das Areal hat sich 200 Jahre nach Geburt des Namensgebers grundlegend gewandelt. So werden wir den letzten Bauabschnitt in diesem Jahr fertig stellen. Nahezu alle Flächen sind vermietet. Einzig die Außenanlagen, diverse Abbrüche und das Künstlerhaus K40 versprechen noch Spielraum – für Büroerweiterungen, Künstler und Veranstaltungen. Wobei der morbide Charme hier die Bausubstanz prägen wird.“

Macher aus der Schönherrfabrik
In der Ausstellung „100 Chemnitzer Macher“ sind aus der Schönherrfabrik zum Beispiel Ralf und Sandra Renner von Food Assembly dabei. Sie kommen jeden Donnerstag in die Schönherrfabrik, um auf einem Markt Produkte aus der Region, wie Eier, Käse, Honig und jede Menge Gemüse anzubieten. „Wir kommen beide aus Chemnitz und es war für uns gar keine Frage, das irgendwo anders zu machen. Hier haben wir auch die sozialen Kontakte und die zur Schönherrfabrik. Wir kennen ganz viele Leute, die wir zum Start schon mal aktivieren konnten. Letztlich wollen wir ja auch so einkaufen und damit Chemnitz etwas zurückgeben“, erzählt das Chemnitzer Ehepaar im Interview.

Im 100. Interview erklärte Tino Kunstmann, wie sein Unternehmen „Merchstore“ funktioniert: „Die Idee ist eine Art Fullservice für Merchandising von der Erstellung, Beschaffung bis zum kompletten Vertrieb. Egal, ob online oder offline.“ Von Chemnitz ist er überzeugt: „Wenn ich meinen Kunden oder Künstlern etwas von Chemnitz zeigen möchte, dann sitzen wir erstens in der Schönherrfabrik, beim Anblick staunen alle mit offenem Mund. Und bei den Büromieten, im Vergleich zu Berlin, werden die Münder vor Staunen nur noch größer. Dann zeige ich ihnen noch das Schloßviertel mit dem Miramar, am besten noch den Kaßberg und plötzlich merken sie, hier ist es ja doch ganz geil.“

Neben Start-Ups und kleinen Unternehmen, fühlen sich auch Künstler in der Schönherrfabrik wohl. Auch die Arbeitslosen Bauarbeiter haben hier ihre Probenräume und lieben diesen Ort: „Hier ist unser Kreativzentrum in der ‚geilsten Stadt der Welt‘“, sagen die Musiker über ihren Lieblingsplatz.

Abschluss mit klanggewaltigem Konzert in der Gießerei
Die Ausstellung wird bis zum 17. Juni 2017 in der Schönherrfabrik zu Gast sein. Zum Abschluss begleitet die Ausstellung ein Konzert in der Gießerei. Die Trompetter Guss Chemnitz GmbH lädt am 17. Juni 2017 zu einer Action-Sound-Performance „Auto Auto“ ein.

Der singende Autotrommler Christian von Richthofen wird von Kilian Forster am Klavier und Kontrabass unterstützt. Sie werden ein Fahrzeug u.a. mit der Flex rhythmisch bearbeiten und so ein besonderes experimentelles Klangerlebnis schaffen. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Der Einlass ist ab 19 Uhr mit musikalischer Begleitung von „Jante & Band“. Weitere Informationen und Tickets erhalten Sie im Büro der SCHÖNHERR WEBA GmbH, Schönherrstraße 8, Eingang A, (Tel.: 0371 – 49 49 700), im Restaurant max louis oder in der Tourist Information Chemnitz.

0 0 5. Mai 2017 gepostet am

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