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»25 Jahre – 25 Dinge«

Zurzeit ist die Ausstellung »Eine Stadt im Wandel. Wie aus Karl- Marx-Stadt Chemnitz wurde« auf dem Neumarkt zu sehen. Aufgrund der schlechten Wettervorhersage verschiebt sich die Kunstaktion „25 Jahre – 25 Dinge“ um eine Woche.

Am Freitag, den 23. Oktober 2015 „25 Jahre – 25 Dinge“, sind ab 11 Uhr 25 Alltagsgegenstände auf dem Neumarkt aufgebaut. Alle sind älter als 25 Jahre und ausgeliehen aus dem Fundus des Chemnitzer Unternehmens SBS Deko. Marcel Kabisch, Rose-Marie Güttler, Uwe Mühlberg und Guido Günther sind die vier Künstler vor Ort, die ihre Gedanken zu den Produkten bis 14 Uhr kreativ umsetzen werden.

Im Kunstprojekt »25 Jahre – 25 Dinge« werden unter anderem ein Diamantfahrrad, ein Telefon mit Wählscheibe oder ein Handrührgerät RG 28 – beliebte, erprobte und nützliche Produkte in der DDR verwendet. Nach 25 Jahren sind sie aus vielen Haushalten verschwunden, aber noch lange nicht aus der Erinnerung. „Bevor die Ausstellung an weitere Orte in Chemnitz zieht, wollen wir sie auf dem Neumarkt mit dieser Kunstaktion verabschieden“, so Katja Uhlemann, amt. Amtsleiterin des Bürgermeisteramtes. „Bei der Ausstellung haben wir die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre und den Bezug zu heutigen, relevanten Themen gezeigt. Die Kunstaktion begibt sich gedanklich noch einmal weiter in die Vergangenheit. Ich bin gespannt, welche Anekdoten und Erinnerungen die Künstler und Besucher mit den Produkten verbinden.“

„Mich interessiert das Design der DDR-Produkte. Es gibt von vielen Gestaltungsideen mittlerweile ein Revival. Und ich denke schon, dass die alten Muster und Formen auch heute noch kreative Leute beeindrucken und beeinflussen“, so der Frankenberger Künstler Marcel Kabisch, der mit Linolschnitt arbeiten wird. Rose-Marie Güttler wird Stempel vor Ort fertigen, die dann auf Postkarten abgedruckt werden. „Nach dem Motto: »einen Stempel aufgedrückt bekommen« oder »abgestempelt«. Interpretationsspielraum gibt es da wohl genug!“, meint die Künstlerin.

Aus Chemnitz kommt der Künstler Uwe Mühlberg. Er wird Abdrücke von den Gegenständen produzieren. Guido Günther von Rebel Art bringt seine Spraydose mit und wird Grafittikunst im Kleinformat herstellen. Besucher können je nach Kunstform die Kunstwerke kostenfrei vor Ort mitnehmen.

Die Ausstellung sowie das Kunstprojekt wird gefördert über das Förderprogramm des Freistaates Sachsen »25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen«. Ab Ende Oktober ist sie auf dem Vorplatz Tietz bis zum 8. November zu sehen. Vom 9. November bis 30. November zieht die Ausstellung in die Bürgerhalle Moritzhof. Im Dezember begrüßt sie dann alle Reisenden auf dem Bahnhofsvorplatz.

0 0 14. Oktober 2015 gepostet am

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