Freizeit

Sommer, Sonne und Musik

 

„Auf geht’s zum Stausee.“ Jeder Chemnitzer weiß, was damit gemeint ist. Wobei dieser Aufruf Fragen aufwirft, denn der Stausee Oberrabenstein ist längst nicht nur Sonne, Baden und Luftmatratze. Das Freizeit- und Erholungsreservoir ist ein Paradebeispiel für den Chemnitzer Umnutzungsgeist. Nach der Wende zeitweise in den Dornröschenschlaf versunken, hat sich unser „kleines Meer“ immer wieder aufgerappelt und Wellen geschlagen, auf denen nicht nur die Einwohner gerne mitsurfen. Man erinnere sich nur an das „Splash“, das „Heavy 24“ oder das durch die Chemnitzer Band Kraftklub ins Leben gerufene „Kosmonaut Festival“, die allesamt unsere Stadt in die Welt tragen.
An Stelle des jetzigen Stausees tummelten sich in frühester Zeit munter Fische im Wasser. Eine Vielzahl dieser Fischteiche wurde 1976 zu einem Naherholungsgebiet zusammengelegt, welches gleichzeitig der Brauchwasserversorgung und dem Hochwasserschutz diente. Sie haben richtig gehört, Hochwasser – so eines hatte in den 1930er Jahren sogar einmal die Pelzmühle unter Wasser gesetzt. Davor gab es in Rabenstein „nur“ das 1933 errichtete Sommerbad, das in den 80ern auch als kleine Insel der Freikörperkultur angesehen wurde. Die FFK-Anbeter zogen später dann einfach an den Stausee um, wo sie bis heute ein eigenes Domizil haben. Und so ist der Stausee Oberrabenstein nach wie vor ein sehr beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel.

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Fotos: © Freie Presse Chemnitz / Matthias Metzler / 1979 © Freie Presse Chemnitz / Matthias Metzler / 1980 © Freie Presse Chemnitz / Wolfgang Schmidt / 1993 © Kosmonaut Festival / Pascal Kerouche / 2015
0 0 9. Oktober 2015 gepostet am

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