Meine Geschichte

Zeitzeugen

von Ursula Schneider
Damals am: 1. April 1990

Einen bescheidenen Anteil möchte ich zur Rückbenennung unserer Stadt beitragen.

Chemnitz wurde wegen seiner Industrie auch als sächsisches Manchester bezeichnet. Um nur einige Betriebe zu nennen: Spinnerei, Maschinenbau, Reinecke, Robatzon, Wanderer Werke, Volkswagen (VW). All deren Erzeugnisse gingen in die ganze Welt.

Da ich eine gebürtige Chemnitzerin bin, legten wir im Geschäft eine Liste für Chemnitz aus. Über 200 Kunden trugen sich ein. Selbst Kinder, die aus der Schule vorbeikamen, fragten, ob sie sich auch beteiligen dürften.

Es gab aber auch Pessimisten, die meinten: „Was das wieder kostet!“ Als wir in Karl-Marx-Stadt umbenannt wurden, hielten alle den Mund.

Noch eine zersäuliche Kuriosität. Wir zogen durch die Umbenennung viermal ohne Möbelwagen um. Von Chemnitz nach Karl-Marx-Stadt, von der Bernsdorfer Straße in die Julian Marchlewski Straße. Und alles wieder zurück nach Chemnitz in die Bernsdorfer Straße.

3 1 27. Mai 2015 gepostet am

1 Kommentar

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  • Schmidt Hendrik 29. Dezember 2019 - 1:43 Antworten

    ich habe 1986 bis 1995 auf der,die heisst bernsdofer str 98.früher war dort eine kneibe und de wartburgstr. ach und damals auch ein konsum.wir hatten nen Garten bernsdorferhang.alles das war sehr schön heut ist ne sparkasse-und das haus wurde neu gemacht-ps. ich denk immer noch gern zurück weil der dachboden so abenteuerlich war

    danke euch allen ein tolles jahr 2020